Instrumentalgruppe Borkenwirthe | Nur schwacher Zulauf am „Tag der offenen Tür“

Instrumentalgruppe Borkenwirthe | Nur schwacher Zulauf am „Tag der offenen Tür“
Der 8-jährige Anton Höing zeigte großes Interesse an den Blasinstrumenten der Instrumentalgruppe - Foto: mhs

Viele Instrumente blieben im „Büdeken“ leider unbespielt

BORKENWIRTHE | bd | Schade war es vor allem für die engagierten Mitglieder der Instrumentalgruppe Borkenwirthe, die für den „Tag der offenen Tür“ am Samstagnachmittag alles gut vorbereitet hatten. Vom Schlagzeug bis zur Posaune stand alles bereit, um von interessierten Kindern und Jugendlichen bespielt und ausprobiert zu werden. Leider zeigten an diesem Nachmittag nur wenige, potentielle NachwuchsmusikerInnen ihr Interesse an der Veranstaltung.

„Ich denke, dass gerade jetzt, wo glücklicherweise die Corona-Maßnahmen überall zurückgefahren werden, das Veranstaltungsangebot überall recht groß ist. Hinzu kommt das tolle Wetter, bei dem viele Familien vielleicht eher eine gemeinsame Radtour unternehmen anstatt hierher ins Büdeken zu kommen“, versucht sich Christian Ehling, Vorsitzender der Instrumentalgruppe, in einer Erklärung für den geringen Zulauf.

Einer, der dennoch gekommen war und sich an verschiedenen Instrumenten versuchte, war der 8-jährige Anton Höing. Er entlockte gleich beim jeweils ersten Versuch den unterschiedlichen Blasinstrumenten verblüffend viele und ausgesprochen „gerade“ Töne. Insofern wird er zukünftig wohl das 40-köpfige Team des Mini- und Jugendorchesters verstärken. Eine Erklärung für sein durchaus außergewöhnliches Talent mag darin liegen, dass Anton in einer Umgebung aufwächst, in denen viele Familienmitglieder ein Faible für die Blasmusik haben und aktiv musizieren.

Viel Zeit nahm sich der Vereinsvorsitzende für das Nachwuchstalent und erklärte die Unterschiede der Blasinstrumente – Foto: mhs

Der lange Weg ins Hauptorchester

Dass die Mitgliedschaft in der Instrumentalgruppe Borkenwirthe mehr als das Musizieren innerhalb eines Vereins ausmacht, stellt Jugendwartin Jennifer Tüshaus im Gespräch heraus. „Die Aktivitäten sind sehr vielfältig. Das reicht vom gemeinsamen Proben und Musizieren vor Publikum über gemeinsame Tagesausflüge bis hin zu mehrtägigen Reisen, wobei viele der Kinder schon ab der zweiten Grundschulklasse in der Blaskapelle starten.“ Den Grundstein für eine zumeist viele Jahre andauernde Vereinsmitgliedschaft und für das Musizieren in der Gemeinschaft legen dabei die Kinder bei den BuBo-Kids, einer Kooperation der Instrumentalgruppe Borkenwirthe und der Musikkapelle Burlo. „Von dort aus geht es für viele der Nachwuchstalente dann in das Miniorchester, wo sie ihr Können rund ein halbes Jahr im Einzelunterricht vertiefen können. Nach einer zu absolvierenden Prüfung folgt der nächste und rund drei Jahre andauernde Aufenthalt im Jugendorchester, bevor es das erste Mal mit dem Hauptorchester auf die „große Bühne“ gehen kann“, beschreibt Ehling den typischen Werdegang des Nachwuchses.

Teilnahme an der „Steubenparade in New York“ – Reise startet im September

Ein großes Ziel haben die Musikerinnen und Musiker der Instrumentalgruppe in diesem Jahr vor Augen. „Nachdem wir ja nun zwei Jahre aufgrund der Corona-Pandemie musikalisch komplett ausgebremst wurden, freuen wir uns umso mehr darauf, nun endlich wieder vor Publikum spielen zu können. Der Blick ist vor allem auf den September gerichtet. Dann soll es, gemeinsam mit rund 50 Musikerinnen und Musikern sowie 20 Begleitpersonen zur „Steubenparade“ nach New York gehen“, erzählt Ehling und hofft dabei, dass die Pandemielage stabil bleibt und Reise auch tatsächlich durchgeführt werden kann. Ein Highlight für die Instrumentalgruppe, zumal diese 2022 ihr 70-jähriges Jubiläum feiert.

Wer sich für die Arbeit des Vereins interessiert und/oder Informationen zur Mitgliedschaft in der Instrumentalgruppe sucht, findet dazu ausreichend Material auf der Vereinshomepage oder in den sozialen Netzwerken.