Skurios Volleys – Borkenerinnen setzen sich beim BSV Ostbevern in drei Sätzen durch

Skurios Volleys – Borkenerinnen setzen sich beim BSV Ostbevern in drei Sätzen durch
Nahezu alle Skurios-Spielerinnen bekamen beim Spiel gegen Ostbevern Einsatzzeiten. (Foto: Thomas Hacker)

Match in der Beverhalle vor 217 Zuschauenden

BORKEN / OSTBEVERN | pd | Zu verlieren hatte der Aufsteiger BSV Ostbevern beim Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenführer Skurios Volleys Borken wahrlich nichts. Hatten die Skurios Volleys aus sieben Ligaspielen bisher stolze 20 Punkte holen können, brachte es der Aufsteiger aus dem Kreis Warendorf bei gleicher Spielanzahl bislang nur auf sechs Punkte. Beim Heimspiel in der Beverhalle wurde es zwar vor 217 Zuschauer ein spannendes Match, die Sätze gingen jedoch allesamt an die Gäste, die sich damit auswärts mit 3:0 (25:21, 25:23, 25:17) behaupten konnten. Zur Freude der rund 30 mitgereisten Skurios-Fans bleibt der letztjährige Meister damit weiter ungeschlagen.

Für die Skurios Volleys war achte Ligaspiel der Saison das dritte Pflichtspiel binnen sieben Tagen. Nachdem zuhause Köln mit einem klaren 3:0 nachhause geschickt wurde, folgte einen Tag später das trotz des 0:3-Ergebnis sehensreife DVV-Pokalspiel gegen den Erstligisten Ladies in Black aus Aachen. In der Woche hatte das Team zwar nur zwei Trainingseinheiten zu absolvieren, die allerdings schienen für das Match gegen den BSV Ostbevern ausreichend gewesen zu sein. In nur 88 Minuten schafften es die Borkener Spielerinnen, Ostbevern sturmreif zu schießen und zugleich fast allen Spielerinnen Spielpraxis zu geben.

Während Borken in seiner Starting Six vorerst auf Erfahrung setzte, stellte der BSV Ostbevern mit Hannah Hattemer, Esther Spöler und Sophia Kerkhoff (Eggenhaus) gleich drei ehemalige Skurios-Spielerinnen aufs Spielfeld. Dass Ostbevern keine Lust darauf hatte als Verlierer vom Platz zu gehen, sollten die Zuschauer in der Beverhalle schnell merken. Anfänglich führte Ostbevern in einem Spiel auf Augenhöhe sogar beim 9:7. Ostbevern spielte clever und wusste seine Angriffe ins Ziel zu bringen. Erst nach der 2. Technische Auszeit beim Stand konnte sich Borken etwa durch eine Aufschlagserie der Kapitänin Anika Brinkmann absetzen, doch eine 6-Punkte-Serie der Gastgeberinnen brachte den Satzgewinn noch einmal in Gefahr. Erst zwei Borkener Auszeiten später fand Borken wieder ins Spiel zurück. Es war ein Angriff von Esther Spöler der ins Aus ging und den Satz mit 25:21 zugunsten der Gäste ausgehen ließ.

Auch der zweite Durchgang war über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe. Wie bereits in Satz 1 gab Coach Chang Cheng Liu Spielerinnen wie Chaine Konjer oder Anastasija Simić Einsatzzeiten. Bis zum 19:19 blieb das Spiel lange offen, erst jetzt zeigte Ostbevern Nerven, konnte aber noch einmal verkürzen. Als Sophia Eggenhaus zum 23:24 verkürzen konnte, lag aus Ostbeverner Sicht eine Sensation in der Luft, ein letzter Aufschlag von Lea Dreckmann ging dann jedoch ins Netz.

Ostbeverns Coach Dominik Münch versuchte zu Beginn des dritten Satzes sein Team leicht zu verändern, was jedoch nur bedingt neu Impulse gab. Bei den Skurios Volleys standen nun Chaine Konjer und Anastasija Simić in der Startaufstellung, beide dankten es ihrem Coach. Bis zur Mitte des Satzes sah es wiederum nach einem engen Match aus, dann aber war bei Ostbevern die Luft raus. Auch Ermira Kozl’onkov und Carolin Beining bekamen nun Spielpraxis, letztere konnte einen Angriff schließlich auch zum 25:17 und damit zum Sieg der Skurios Volleys verwandeln.

„Heute waren wir in der Pflicht und haben abgeliefert“, war nach dem Match auch Borkens Co-Trainer Markus Friedrich zufrieden über die Leistung seiner Mannschaft. Ostbevern konnte zwar lange mithalten, zeigte in der Crunchtime dann aber jeweils Nerven. „Dann haben sie gemerkt, es könnte für sie noch etwas gehen“, so Friedrich. „Mit diesem Druck im Hinterkopf sind sie dann aber eingebrochen und konnten den Satz nicht mehr für sich entscheiden,“ Zu keinem Zeitpunkt sah er den 3:0-Sieg der Westmünsterländerinnen ernsthaft gefährdet und konstatierte dem gesamten Team eine gute Leistung. Geschont wurde auf Borkens Bank an diesem Sonntag lediglich Mittelblockerin Marjolijn Oskam, alle anderen Spielerinnen kamen zum Einsatz. „Besonders im Angriffsspiel und im Aufschlag hatten wir heute unsere Stärken“, so Markus Friedrich. „Am Ende zählen die eigenen Fehler – und da haben wir heute wenige gemacht.“

Einen besonderen Grund zur Freude hatte anschließend Zuspielerin Zsófia Mészáros, wurde sie doch mit der goldenen MVP-Medaille ausgezeichnet. Die Silbermedaille ging auf Seiten von Ostbevern an Außenangreiferin Lea Dreckmann. Am Samstag, den 26. November, geht es für die Skurios Volleys zuhause weiter gegen den VC Allbau Essen. Unterstützt uns beim Match gegen die Pottperlen! Anpfiff ist um 19.30 Uhr.

Ein Beitrag von Thomas Hacker

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